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Geschichte

Eine bewegte Geschichte zeichnet dieses Gasthaus als letzter großer Saalbau von einst Dreien in Walbeck aus. In über 150
Jahren spielten sich sicherlich viele, viele freudvolle, aber auch leidvolle Ereignisse innerhalb der Friedenseiche ab.
Wenn die alten Mauern erzählen könnten…..

Der Saalbau wurde Anfang der 50er Jahre des 19. Jahrhunderts errichtet. In der Chronik des Theatervereins „Gemütlichkeit“ liest man, dass in dem Saal bereits 1858 Theater gespielt wurde. Damals wurde die Bühne mit Brettern auf leeren Bierfässern errichtet. Der Theaterverein löste sich leider 1959 nach seinem 100-jährigen Bestehen auf.

Zu seinem Namen kam das Gasthaus 1871, als bei einer großen vaterländischen Feier im Saal, die Walbecker Patrioten gegenüber dem Gasthaus zur Erinnerung an den Krieg 1870/71, bei dem die Deutschen unter Kaiser Wilhelm I die Franzosen besiegten, eine Friedenseiche pflanzten. Nach ihr wurde das Gasthaus benannt. Noch immer steht die Eiche vor der Gaststätte und spendet im Sommer mit Ihrem grünen Laub den alten Mauern Schatten.

1877, als die Witwe Mours den Gasthof besaß, wurde dort der „Musikverein 1877 Walbeck“ gegründet.

Im Jahre 1903 kam der Schmied Johann Lamers aus Keppeln (Kreis Kleve) und kaufte den Besitz. Kurz vorher, zur Jahrhundertwende wurde das Haus durch einen Brand stark beschädigt und dann größer und schöner wiederaufgebaut. Während des 1. Weltkriegs war der Saal zeitweise Logis für deutsche Soldaten und 1920/21 nahmen belgische Besatzungssoldaten die Räumlichkeiten in Beschlag.

Im Dritten Reich (1933-1945) war der Saal oft Mittelpunkt großer Parteiveranstaltungen. Er erhielt in der Bevölkerung den Namen „Das braune Haus“. Zu dieser Zeit war er auch Theater- und Kinosaal der Gaufilmstelle Essen, die monatlich hier einen Tonfilm zeigte. Im Oktober 1939 diente er Westwallarbeitern und Soldaten als Schlaf- und Wohnstätte, bis die Wehrmacht am 10. Mai 1940 in die Niederlande einmarschierte. Während des weiteren Krieges war er auch Unterkunft von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, bis das Haus im März 1945 von Soldaten des englischen Feldmarschalls Montgomery besetzt wurde, der in Walbeck auf dem Schulhof sein Befehlszelt aufgeschlagen hatte und dort den englischen Premier Winston Churchill und General Eisenhower, den späteren Präsidenten der USA, empfing.

Als der damalige Wirt Heinrich Lamers Ende 1949 aus russischer Kriegsgefangenschaft heimkehrte, hatten seine Ehefrau Sybille und Tochter Maria den Betrieb längst wieder aufgenommen. Alle größeren Veranstaltungen fanden bald wieder im Saale statt: Schützenfeste, Bälle mit der Spargelkönigin, Theater zur Weihnachts- und Osterzeit, und ein Wanderkino zeigte einmal wöchentlich die neuesten Filme. Weihnachten 1959 drehte der WDR Köln hier die erste größere Fensehsendung aus dem Alt-Kreis Geldern, als der Theaterverein sein 100-jähriges Bestehen feierte. Die Sendung wird am 2. Weihnachtstag gezeigt (es gibt hierüber eine Aufzeichnung). Der Saal wird immer wieder belegt. Auf ungezählten Königsgalabällen wird getanzt, Sportverein, Kirchenchor und KKW zünden hier ihre Karnevalsraketen.

Nach gründlicher Renovierung Anfang der 1980er Jahre „erzählen“ über 100 Bilder in der Gaststätte Walbecker Dorfgeschichte.
2003 wird die Gaststätte wegen vorzeitiger Aufgabe der Pächter geschlossen. Erst im Februar 2006 wird sie durch Klaus Schopmans und Gabriele Hetjens, als direkte Nachkommen der Lamers Familie, mit Ihren Ehepartnern wieder eröffnet und zumindest sporadisch auch geöffnet.

Dem Gast und Besucher stehen zur Verfügung: Ca. 100 m² gemütliche Kneipe und zugehörigem Gesellschaftsraum, 240 m² Saal mit ca. 100 m² großen Bühnenbereich, 40 m² Terasse (Überdacht, beheizt), drei Theken.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Am Markt in Walbeck
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Der plätschernde Brunnen im Schatten der Eiche
ein Bittgebet murmelt, daß Frieden erreiche
der Frommen Gebet und der Tüchtigen Streben.
So Brunnen und Eiche Belehrung hier geben.

Die Mißgunst bringt Übel bei Jungen und Alten.
Sie legt die Gesichter zu früh schon in Falten
Die Rechthaberei lehrt die Leute das Streiten.
Die Wasser vereisen in frostigen Zeiten.

Die Theke macht mutig, da fliegen die Brocken;
hinaus auf die Straße, da tönen die Glocken
vom Turme der Kirche! St. Nikolaus tadelt.
Laß stehen das Auto, es wird nur geradelt.

Zum Frieden hier mahnet die Eiche schon lang,
gehört hat sie oft einen Friedensgesang.
Vom Weine betrunken hat niedergesunken
am Brunnen gar mancher sich nüchtern getrunken.

Bedenk es, oh Wandrer, und schau auf die Zeichen
und träume vom Ausgleich der Armen und Reichen.
Mit Frieden im Herzen allein kann gelingen,
was Brunnen und Eiche hier lang schon besingen.

Heinrich Küsters (Pastor) 1996

Übrigens…..
Weitere Infos rund um Walbeck gibts auf den ausführlichen Seiten von
Franz Arians unter www.walbeck.net